Gebietsabgrenzung und Parklayout

Die Gebietsabgrenzung des Potenzialgebietes ist in der nachfolgenden topographischen Karte dargestellt. Der Zuschnitt des Gebietes wurde dabei anhand der von der Stadt Olsberg veröffentlichten und vom Planungsbüro WoltersPartner identifizierten Suchräume abgegrenzt. Als Kriterien wurden hierbei unter anderem Abstände zu Siedlungsflächen oder Ortslagen von 800 m und 500 m als Abstand zum Außenbereichswohnen angesetzt. Der bisherige Stand der Potentialanalyse ist auf www.olsberg.de abzurufen. Die Entfernung der Windenergiestandorte zur Wohnbebauung stellt sicher, dass Geräuschbelastungen und evtl. auftretender Schattenwurf durch die sich drehenden Rotoren keinerlei Probleme hervorrufen und die definierten Grenzwerte durchweg eingehalten werden können.

Von Windenergieanlagen ausgehende Emissionen müssen trotz der Anwendung der vorgenannten Vorsorgeabstände im Rahmen des Genehmigungsverfahrens geprüft werden. Schallimmissionen werden für Windenergieanlagen anhand der TA-Lärm mit ihrer abgestuften Schutzwürdigkeit der verschiedenen Baugebiete (Außenbereich z.B.: 60/45 db(a)) bewertet. Dabei dürften die Werte auch beim Zusammenkommen mehrerer Anlagen nicht überschritten werden. Sollte dies dennoch der Fall sein, sind die Anlagen zu drosseln um den Schallleistungspegel zu reduzieren oder ganz abzuschalten. Lichtreflexionen, wie Sie in der Vergangenheit aufgetreten sind, stellen heute durch nicht reflektierende Anstriche kein Problem mehr dar. Auch ein möglicherweise von den Windenergieanlagen ausgehender Schattenwurf ist im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zu prüfen. Maximal zulässig ist eine Belastung 30 Stunden des astronomisch maximal möglichen Schattenwurfes im Jahr bzw. 30 Minuten des astronomisch maximal möglichen Schattenwurfes am Tag („worst-case“-Annahme). Sollte bei der Gesamtbelastung eine Überschreitung festgestellt werden, so kann dies durch den Einbau einer Schattenabschalt-Automatik in den Windenergieanlagen effektiv verhindert werden.

 

Vor dem Hintergrund der Einhaltung der Immissionsrichtwerte sowie unter Berücksichtigung der topographischen Verhältnisse können innerhalb des Potentialgebietes Heidkopf insgesamt bis zu fünf Windräder errichtet und betrieben werden. Aufgrund des vorhandenen forstlichen Wegenetzes sind die Anlagenstandorte mit wenigen zusätzlichen Ausbaumaßnahmen gut zu erschließen. Bei der Planung wurden ganz im Sinne einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung wertvollere Waldbestandteile geschont und die Nutzung vorrangig auf weniger wertvolle Nadelwaldflächen und Windwurfflächen konzentriert. Aufgrund der Tatsache, dass der Standort vorwiegend durch Fichtenbestände sowie durch großflächige Windwurfflächen (Kyrillflächen) geprägt ist, eignet er sich im besonderen Maße für die Errichtung von Windkraftanlagen.

Die Planung der Anlagenstandorte berücksichtigt Abstände der Windenergieanlagen untereinander vom 6-fachen Rotordurchmesser in Hauptwindrichtung und 3-fachem Rotordurchmesser in Nebenwindrichtung. Durch dieses Vorgehen wird sichergestellt, dass es nicht zu einer Turbulenzüberschreitung kommt, die die Standsicherheit der Anlage gefährden könnte. Weiterhin wurde bedacht, dass sich auch der Rotorüberflug innerhalb der Gebietsabgrenzung befindet, um die Genehmigungsfähigkeit der Anlagenstandorte zu gewährleisten.

Durch die sorgfältige Standortplanung kann das wichtige Ziel erreicht werden, die Eingriffe in das Ökosystem so gering wie möglich zu halten. Die bei jedem Bauvorhaben notwendigen Eingriffe können durch ökologisch sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden.